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Story

Schweizer Süsskartoffeln: Exotische Trendkultur aus dem Seeland

Im Jahr 2014 pflanzten innovative Produzenten die Süsskartoffel an und legten damit den Grundstein zu einem attraktiven Geschäftszweig. fenaco hat sie unterstützt.

Süsskartoffel-Produzenten Batati

Im Jahr 2014 pflanzten zwei innovative Seeländer Produzenten die Süsskartoffel auf ihrem Land an und legten damit den Grundstein zu einem attraktiven Geschäftszweig. Bei der Marktetablierung hat sie unter anderem die Geschäftseinheit fenaco Landesprodukte unterstützt.

Süsskartoffeln aus dem Berner Seeland? Ungewöhnlich, denn die Nutzpflanze stammt ursprünglich aus Südamerika und wird heute ausser in China vor allem in Afrika angebaut. Ob die Süsskartoffel in nennenswerten Mengen auch in der Schweiz gedeiht, dazu gab es keine geeigneten Erfahrungswerte. Doch die beiden Seeländer Produzenten Christian Hurni und Simon van der Veer, die eine entsprechende Kundenanfrage auf dem Tisch hatten, liessen sich nicht davon abschrecken.

Über zwei Jahre nahm allein die Beschaffung von Saatgut und Setzlingen in Anspruch. fenaco Landesprodukte hat die Produzenten auf der Vermarktungsseite unterstützt. «Gemeinsam haben wir evaluiert, in welche Richtung die Produzenten mit ihrer spannenden Idee gehen könnten», sagt Patric Gutknecht, Leiter Gemüse bei fenaco Landesprodukte. «Wir haben ihnen dabei mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt und sie beim Marketing, der Website, der Platzierung in diversen Verkaufskanälen bis hin zur Listung bei Grossverteilern unterstützt.»

Der Name Batati leitet sich übrigens von «Batate» ab – so wurden sie von den Indianern in Südamerika genannt, welche die Nutzpflanze ursprünglich anbauten.

www.batati.ch

« Gemeinsam haben wir evaluiert, in welche Richtung die Produzenten mit ihrer spannenden Idee gehen könnten. Wir haben ihnen dabei mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt und sie unterstützt. »
Patric Gutknecht, Leiter Gemüse bei fenaco Landesprodukte

Interview mit Produzent Christian Hurni

Im Kurzinterview berichtet der Produzent Christian Hurni über die Erfolgsgeschichte seiner Seeländer Süsskartoffel.

Wie haben Sie die Idee Süsskartoffeln im Seeland anzubauen umgesetzt?
Christian Hurni: 2014 konnten wir nach langen Vorbereitungen unsere ersten Süsskartoffeln anpflanzen und Erfahrungen sammeln. Die Hälfte unserer ersten Setzlinge mussten wir entsorgen. Heute produzieren wir unter der Marke Batati gemeinsam mit Partnerbetrieben Schweizer Süsskartoffeln.

Wie hat fenaco Landesprodukte Sie dabei unterstützt?
Christian Hurni: Dank der Zusammenarbeit können wir seit der Saison 2017 einen führenden Schweizer Grossverteiler vollumfänglich beliefern. Das war ein grosser Meilenstein. Wir konnten und können immer auf die Erfahrung des fenaco Landesprodukte-Teams zählen und empfinden diese Zusammenarbeit als sehr wertvoll. Für uns gilt jedoch immer die Vorgabe, dass die fenaco nur als Dienstleister fungieren soll und der Verkauf an sich bei uns bleibt. Wir wollten immer die Fäden in der Hand behalten, da wir ja auch selbst das Risiko tragen. Mit der fenaco haben wir einen Partner, welcher diese Einstellung teilt und, wie wir, sehr transparent arbeitet.

Welches sind die weiteren Ziele von Batati?
Christian Hurni: Wir haben vier Hauptziele für Batati: Professionalisierung, Markenstärkung, soziales Engagement und Verhinderung von Foodwaste. Um noch professioneller zu werden, das heisst um in der Aufbereitung und Lagerung auf dem neuesten Stand zu sein, investieren wir laufend. Wir sind die Pioniere und wollen der Anbieter und Produzent von Süsskartoffeln in der Schweiz bleiben. Unsere Marke Batati stärken soll unter anderem die Zusammenarbeit mit der Snowboard-Olympiasiegerin Tanja Frieden, welche wir als Markenbotschafterin gewinnen konnten. Ein besonderes Merkmal von Batati ist, dass unsere Süsskartoffeln mit sozialem Engagement produziert werden. Das heisst, für unsere ganze Pflanzung, Pflege und Ernte sind Personen angestellt, welche bei uns die Möglichkeit der sozialen und arbeitsmarkttechnischen Integration erhalten. Hierbei arbeiten wir eng mit sozialen Institutionen zusammen. Dieses Engagement soll natürlich weitergeführt werden. Unser Ziel ist ausserdem, dass wir 100 Prozent unserer Ernte verwerten und somit Foodwaste verhindern. Hierzu haben wir verschiedene Projekte lanciert und bereits Zusagen von Grossverteilern für die Abnahme von Zweitware oder übergrossen Süsskartoffeln.